RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor)

RIAS BERLIN: Ein Rückblick

 Vom „Drahtfunk“ zum Nationalen Hörfunk

 

Am 7. Februar 1946 beginnt der spätere RIAS als „Drahtfunk im amerikanischen Sektor“ (DIAS) seinen Sendebetrieb in einer zerstörten Stadt, einem zerstörten Land, dessen Zukunft noch vollkommen ungewiß ist.

Schon sehr bald ist die von den Amerikanern gegründete Rundfunkanstalt aus dem Leben der Berliner und der Geschichte der Stadt, deren Wegbegleiter und Bestandteil sie zugleich war, nicht mehr wegzudenken; das ist bis heute so geblieben.

Kein Sender in Deutschland ist mit der jüngeren Geschichte einer Stadt so tief verwoben und mit ihrer Selbstbehauptung so eng verbunden wie RIAS mit Berlin.

Von der Blockade 1948/49 über den 17. Juni 1953, vom Chruschtschow-Ultimatum bis zum Mauerbau, vom Kennedy-Besuch über das erste Passierscheinabkommen bis zum 9. November 1989: RIAS BERLIN ist der Sender, der live vom Ort des Geschehens berichtet. RIAS BERLIN stand als Sender in der geteilten Stadt stets im Brennpunkt des Ost-West-Konflikts, lief dennoch dabei nie Gefahr, zum Propagandasender zu werden, sondern blieb bis heute der Tradition eines nüchternen, harten, kritischen und aktuellen amerikanischen Journalismus verpflichtet. So zeichnet den Sender eines bis zum heutigen Tage aus: seine Glaubwürdigkeit.

 

RIAS BERLIN - eine Brücke zwischen Ost und West

In seiner über 46jährigen Geschichte bewährte sich RIAS BERLIN als Bindeglied der Menschen im geteilten Deutschland: fühlten sich die „Programm-Macher“ in der Kufsteiner Straße doch über Jahrzehnte der deutschen Wiedervereinigung verpflichtet, und definierte RIAS BERLIN seinen journalistischen Auftrag nicht zuletzt damit, den Menschen in der DDR als objektives, kritisches Informationsinstrument zu dienen. Mit Erfolg: Welche Popularität, welche tiefe Verwurzelung RIAS BERLIN im Bewußtsein der Menschen in der DDR tatsächlich hatte, dokumentiert die Flut von Hörerpost, die nach der Öffnung der deutsch-deutschen Grenze am 9. November 1989 das Haus in der Kufsteiner Straße erreichte. In den ersten zwei Jahren nach der Maueröffnung wurden über 3 Millionen Zuschriften registriert; über 70 Prozent kamen aus der DDR bzw. den neuen Bundesländern. Eines spricht ganz deutlich aus den unzähligen Zuschriften: RIAS BERLIN war über vier Jahrzehnte für die Menschen im Osten mehr als eine zuverlässige Informationsquelle, der Sender war auch ein Teil der Biographie, ein Teil des persönlichen Lebens der Menschen geworden.

Kein anderer Sender in Deutschland kann eine derartige Hörerbindung aufweisen. Sein Programm wird in West und Ost gleichermaßen akzeptiert.

 

RIAS BERLIN - vor neuen Aufgaben

Aus der Wiedervereinigung und dem Fortfall des besonderen Status Berlins ergab sich die Notwendigkeit, den Sender - noch in amerikanischer Trägerschaft - in die deutsche Rundfunklandschaft zu überführen und auf eine neue Rechts- und Finanzgrundlage zu stellen. Dieses ist mit dem Beschluß der Ministerpräsidenten der Länder am 25. Juni 1992 geschehen: RIAS BERLIN, Deutschlandfunk und DS-Kultur sollen eine rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts bilden, die als Gemeinschaftseinrichtung von ARD und ZDF zwei bundesweite Hörfunkprogramme veranstaltet. Die Körperschaft hat ihren Sitz in Köln und Berlin. Beide Programme sind werbefrei und haben ihre Schwerpunkte in den Bereichen Information und Kultur.

Da die Integration der Menschen im vereinten Deutschland zu den vorrangigen Aufgaben des bundesweiten Hörfunks zählen muß, ist RIAS BERLIN aufgrund seiner Tradition und Akzeptanz dazu besonders qualifiziert.

 

 

RIAS BERLIN - Das Programm: Information, Kultur, Unterhaltung

Topaktuell am Tage, anspruchsvoll am Abend, unterhaltsam und anregend in der Nacht, das ist das Programm von RIAS BERLIN.

 

- topaktuell am Tage mit Nachrichten im Halbstundentakt (die klassischen Nachrichtensendungen und O-Ton-Nachrichten „RIAS Aktuell“ wechseln einander ab). Aktuelle Information steht auch im Mittelpunkt der drei Rundschau-Ausgaben, die das Rückgrat des Tagesprogramms bilden. Die Sendung „Radio Mobil“ mit der Frühkritik, dem Kalenderblatt und dem Telefonstudio erfüllt in erster Linie Ratgeber- und Lebenshilfe-Funktionen. Der „Radiomarkt“ bietet Unterhaltung und populäre Kultur.

- anspruchsvoll am Abend mit großen Sendeflächen für Kultur - vor allem klassische Musik, Literatur und Hörspiel - sowie Politik mit Analyse und Hintergrund. Schwerpunkte des Abendprogramms bilden neben klassischer Musik das RIAS-Kulturmagazin „Kulturzeit“ und der „Spätreport“ mit „Forum“, einem Magazin zum aktuellen Zeitgeschehen mit besonderem Schwerpunkt auf der politischen Hintergrundinformation.

- unterhaltsam und anregend in der Nacht mit viel Musik - von Liedern und Chansons über Swing und Jazz über Filmmusik und Musicals bis hin zum deutschen Schlager. Dazu kommt mittwochs und donnerstags das „Talk Radio“. Es bietet allen RIAS-Hörern die Möglichkeit, mitzureden, wenn es heißt: „Rufen Sie an - bundesweit zum Ortstarif“. Die Themen bestimmt das Leben im geeinten Deutschland, nicht nur das Tagesgeschehen.

- Auf Unterhaltung setzt das Wochenendprogramm von RIAS BERLIN. Mitraten und Mitspielen heißt es in der Sendung „Sport und Spiel“ am Sonntagnachmittag. Hörerbeteiligung lautet auch das Motto des „Wunschradios“ am Sonntagvormittag. Neben der Frühkritik und dem „Klingenden Sonntagsrätsel“ bietet die Sendung Kurzhörspiele und die von den Hörern gewählten RIAS-Wunschhits.

- Wer das RIAS-Angebot verpaßt, hat eine zweite Chance: „da capo“ heißt das Sonderprogramm, das RIAS BERLIN seinen Hörern auf UKW, MW und KW bietet. Das Programm wird jeden Abend von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr (sonnabends bis 22.30 Uhr) zusätzlich zum Hauptprogramm ausgestrahlt.

 

Sendungen mit Tradition

Es gibt Sendungen, die dürfte es schon gar nicht mehr geben. So lange kommen sie schon über den Äther. Aber die Publikumsresonanz gibt den Programm-Machern recht - was alt ist, muß nicht veraltet sein: So z. B. „Das Klingende Sonntagsrätsel“ von Christian Bienert. Der unvergessene Hans Rosenthal moderierte am 7. März 1965 zum ersten Mal dieses musikalische Ratespiel. Seither schwimmt diese Sendung auf einer Welle des Erfolges, ist ein Dauerbrenner und Hit in der Gunst der Hörer aus Ost und West. Nach Öffnung der Grenzen konnte Christian Bienert die Flut der Hörerpost kaum noch bewältigen. Absoluter Rekordmonat war der März 1990 mit nahezu 300.000 Zuschriften.

Eine andere schon beinahe historische Sendung, die sich ihr „jugendliches Antlitz“ bewahrt hat, ist das „RIAS-Schulklassengespräch“. Hier fühlen Berliner Schüler der Prominenz aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf den Zahn. Zu den Gästen gehörten neben unzähligen namhaften Politikern auch die ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt. Im Juli 1991 feierte diese Sendung ihren 40. Geburtstag.

 

RIAS-Hörer machen Radio

Seien es Musikwünsche, Meinungsäußerungen, Fragen an Experten: RIAS-Hörer haben die vielfältigsten Möglichkeiten, sich am Programm ihres Senders direkt zu beteiligen.

Musikwünsche erfüllt Nero Brandenburg in seiner „Schlagerparade“.

Hörerfragen zu den unterschiedlichsten Themen von Mieten, Pflanzen, Haustieren bis zur Gesundheit werden jeden Dienstag im Telefonstudio von „Radio Mobil“ beantwortet.

Beteiligt werden Hörer auch an der „RIAS-Runde“, und wenn John Hendrik sein „Gästebuch“ aufschlägt, sind es die Hörer von RIAS BERLIN, die sich mit der geladenen Prominenz unterhalten können.

Und zu fortgeschrittener Stunde bietet das „Talk Radio“ noch einmal ein Forum für Meinungsäußerungen.

 

Aktuelle Diskussion

Die „RIAS-Runde“ - sie ist weder Frühschoppen noch Talk-Show und schon gar nicht Stammtisch, sondern Forum für mutigen Meinungsaustausch: Wissenschaftler, Journalisten, Künstler und Schriftsteller diskutieren eine Stunde im Studio 5 über ein aktuelles Thema. Moderatoren bei diesem Schlagabtausch mit Argumenten sind Ingrid Tourneau und Manfred Rexin. Die Sendung, die sehr schnell Pluspunkte auf dem Radiomarkt sammelte, gehört zum „besten in deutschen Rundfunklanden“, so die Süddeutsche Zeitung.

 

Eine Universität nicht nur für Akademiker

Moderne wissenschaftliche Forschungsergebnisse und Fragestellungen auch für den Laien faßbar zu erläutern und darzustellen, das ist Ziel der „RIAS-Funkuniversität“ seit 1949. Mit immer neuen Sendefolgen zu einem breit gefächerten Themenkreis von Politik, Medizin, Rechtsproblemen bis hin zu Literatur und Musik ist die „RIAS-Funkuniversität“ zu den angesehensten Hörfunkprogrammen der Wissenschaftsvermittlung geworden. Nobelpreisträger, junge Forscher und Hochschulprofessoren der verschiedensten Fakultäten konnten für eine Mitarbeit in der wissenschaftlichen Sendereihe gewonnen werden. Zu den prominentesten „Dozenten“ der „RIAS-Funkuniversität“ gehörten: Theodor W. Adorno, Otto Hahn, Max Horkheimer, Karl Jaspers, René König, Oswald von Nell-Breuning, Alfred Tarski u.v.a.

 

Eine Sendereihe für Neugierige

Das Bildungsprogramm von RIAS BERLIN wendet sich an Leute, die mehr von der Welt wissen wollen, in der sie leben, die politische und gesellschaftliche Zusammenhänge durchschauen möchten, die Freude an Literatur und Kunst - und Interesse an Naturwissenschaft und Technik haben. Von Montag bis Donnerstag 25 Minuten Features und Beiträge zu den unterschiedlichsten Themen im RIAS-Bildungsprogramm.

 

RIAS BERLIN auch für Kids

 Die Zeiten des legendären Onkel Tobias, der die Kinder vor das Radio lockte, sind unwiederbringlich vorbei. Aber auch heute hat der Kinderfunk noch einiges zu bieten; zahlreiche Preise, die die Redaktion in den vergangenen Jahren gewann, bestätigen das. Der Kinderalltag von heute steht im Mittelpunkt der beiden Sendungen - nicht nur für Kinder -:„Kids und Minis“ sowie „Panther & Co“.

 

Hörspielzeit im RIAS

 Jeden Mittwoch und zusätzlich einmal im Monat am Sonnabend ist Hörspielzeit im RIAS. Es werden sowohl eigene Produktionen als auch Übernahmen anderer ARD-Anstalten vorgestellt.

Das Bemühen der Hörspielredaktion, die Hörer mit neuen Inhalten und innovativen Gestaltungsformen bekannt zu machen, wurde im Laufe der Jahre mit vielen international anerkannten Preisen belohnt.

Renommierte Schauspieler der Berliner Bühnen sind ständig zu Gast beim RIAS-Hörspiel, das der Regisseur Jörg Jannings künstlerisch leitet. Darsteller im RIAS-Hörspiel waren u.a.: Jutta Lampe, Lola Müthel, Otto Sanders, Barbara Nüsse, Walter Schmiedinger, Hilmar Thate, Martin Held, Katharina Thalbach, Bernhard Minetti u.v.a.

Zu den RIAS-Hörspielautoren gehören so bekannte Schriftsteller wie George Tabori, Fitzgerald Kusz, Rosa von Praunheim u.v.a.

Im Zwei-Wochen-Rhythmus ist Krimi-Zeit; auf der Frequenz von RIAS BERLIN heißt es dann „Vorsicht Hochspannung!“ - und zwar jeweils montags um 21.00 Uhr. Hier löst auch der schon beinahe legendäre Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen die kniffligsten Kriminalfülle. Autor dieses „Dauerbrenners“ ist Michael Koser.

 

Musik im RIAS

 RIAS BERLIN war von Anfang an mehr als ein Informationssender. Musik und Kultur wurden in der Kufsteiner Straße auch in einer Zeit großgeschrieben, als der Aufbau eines Kulturbetriebes in der zerstörten Stadt noch ein zweitrangiges Problem zu sein schien. Schon in den ersten Nachkriegsjahren entstanden die Klangkörper des RIAS auf hohem künstlerischen Niveau, ein wichtiger Bestandteil der moralischen und kulturellen Erneuerung nach den Jahren des Krieges und des Faschismus.

 

Musik im RIAS

 RIAS BERLIN war von Anfang an mehr als ein Informationssender. Musik und Kultur wurden in der Kufsteiner Straße auch in einer Zeit großgeschrieben, als der Aufbau eines Kulturbetriebes in der zerstörten Stadt noch ein zweitrangiges Problem zu sein schien. Schon in den ersten Nachkriegsjahren entstanden die Klangkörper des RIAS auf hohem künstlerischen Niveau, ein wichtiger Bestandteil der moralischen und kulturellen Erneuerung nach den Jahren des Krieges und des Faschismus.

 

RSO - Das RIAS-Symphonie-Orchester

Schon 1946 wurde ein sendereigenes Orchester ins Leben gerufen, das RIAS-Symphonie-Orchester. Unter der Leitung von Ferenc Fricsay wurde das Orchester bald zu einem Zentrum nachkriegsdeutscher Musikkultur. 1953 endete die amerikanische Patenschaft des Orchesters, und es wurde in das Radio-Symphonie-Orchester Berlin umgewandelt -freilich auch weiterhin eng mit dem RIAS verbunden.

Das Orchester ist in aller Welt als Repräsentant des deutschen und Berliner Musiklebens hoch geachtet.

 

Der RIAS-Kammerchor

Der RIAS-Kammerchor hat sich nicht nur in Berlin, sondern auch bei unzähligen Konzertreisen in aller Welt ein begeistertes Publikum „ersungen“. Das Repertoire des Ensembles umfaßt die ganze Spannbreite der A-cappella-Chorliteratur - von der frühen Mehrstimmigkeit bis zur Avantgarde. Der Chor machte sich vor allem auch durch die Aufführung zeitgenössischer Werke einen Namen.

Viele Komponisten haben dem renommierten Chor Werke gewidmet.

Seit den Gründungstagen im Jahre 1948 wirkt der RIAS-Kammerchor auch regelmäßig bei den Sabbatfeiern mit, die freitags ausgestrahlt werden - als Bekenntnis und als Geste der deutsch jüdischen Versöhnung.

 

Das RIAS-Jugendorchester

Das RIAS-Jugendorchester ist seit seiner Gründung 1949 das einzige Jugendorchester, das von einer Rundfunkanstalt betreut wird. Die jungen Musiker sind vorwiegend Studierende der Hochschule der Künste und - seit der Öffnung der Grenzen - der Musikhochschule „Hanns Eisler“. Das durch den Mauerbau 1961 gespaltene Orchester erlebte mit dem „Philharmonischen Aufbruch“ im Oktober 1990 seine „musikalische Wiedervereinigung“: Unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli spielten die jungen Musiker in Berlin, Lübeck und Leipzig Anton Bruckners Sinfonie Nr. 8 c-moll.

Erfolge feierte das Orchester in seiner über 40jährigen Geschichte nicht nur in Berlin, wo es Publikum und Kritik immer wieder gleichermaßen in Erstaunen versetzten konnte. Die jungen Musiker wurden auch zu zahlreichen Konzerttourneen im In- und Ausland verpflichtet.

 

RTO - Das RIAS-Tanz-Orchester

Von Werner Müller bis Horst Jankowski - das RIAS-Tanzorchester steht seit seiner Gründung im November 1948 für exzellente Unterhaltungsmusik im Radio, auf dem Bildschirm, auf Bühnen und in Ballsälen. Mit Stars aus aller Welt hat das RTO als musikalischer Botschafter Berlins und des RIAS gute Laune und Lebensfreude von der Spree vermittelt. Zur RTO-Bilanz zählen viele Produktionen für Schallplatte und Fernsehen; das gewichtigste Arbeitsfeld sind jedoch Eigenproduktionen. Das Repertoire reicht von der Operette bis zum Jazz.

 

RIAS BERLIN im Berliner Kulturleben

 RIAS BERLIN berichtet nicht nur über das enorm vielfältige kulturelle Angebot in der Metropole, als Konzertveranstalter ist der Sender aus dem kulturellen Leben Berlins nicht mehr wegzudenken. Die regelmäßigen Konzerte von Radio-Symphonie-Orchester, RIAS-Kammerchor, RIAS-Tanzorchester und RIAS-Jugendorchester sind unverwechselbarer Bestandteil des Berliner Musiklebens. Seit 1959 ist RIAS mit seiner Veranstaltungsreihe „RIAS stellt vor“ auf der Suche nach musikalischen Nachwuchstalenten. Einige der Künstler, die hier ihr Berliner Debüt gaben, haben es inzwischen zu Weltruhm gebracht. Auch die Reihe „Klassik live“ gilt der Nachwuchsförderung. Einmal im Monat haben junge Künstler die Möglichkeit, sich im RIAS-Studio 10 dem Publikum zu präsentieren. Hier war beispielsweise im Jahre 1963 ein verhältnismäßig unbekannter, aber temperamentvoller junger Mann zu Gast; es war kein Geringerer als Daniel Barenboim.

Tradition hat im RIAS auch die Pflege des Jazz. Mindestens einmal im Monat wird im Studio 10 gejazzt. Als Dankeschön für viele Auftrittsmöglichkeiten komponierte der bekannte Pianist Uli Lenz im September '90 den „Blues in the RIAS“.

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             Drahtfunk-Plakat Februar 1946

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ehem. RIAS-Funkhaus, heute Funkhaus Deutschlandradio Kultur Foto: Deutschlandradio – Straub

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Klingendes Sonntagsrätsel mit Hans Rosenthal 1966

Foto: RIAS – Schubert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hans Rosenthal 1971

Foto: RIAS – Barth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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25 Jahre RIAS-Kammerchor in der Berliner Philharmonie

am 10.Oktober1973.

Foto: RIAS – Klaus Hofmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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RIAS-Tanzorchester mit Horst Jankowski am 19. Oktober 1989

im Studio 10 des RIAS.

Foto: RIAS – Steffen Jänicke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sendeanlage in Britz.

Foto: Deutschlandradio – Hoock

 

Herausgeber:

RIAS BERLIN

Abt. Presse und Information

Kufsteiner Str. 69

W-1000 Berlin 62

 Stand: 1. September 1992

(Mit freundlicher Genehmigung von Deutschlandradio - Fotos: Pressestelle Deutschlandradio)

 

Die Kurzwelle

 700 Millionen Kurzwellenhörer gibt es in aller Welt. Für sie, aber natürlich auch für die deutschen Urlauber im Ausland, sendet RIAS auf Kurzwelle 6005 kHz und über den Satelliten Kopernikus.

So wird jeden Sonnabend von 15.00 bis 15.30 Uhr der „DX-Report“ ausgestrahlt, eine spezielle Sendung für die zahlreichen DXer in aller Welt.

„Musik kennt keine Grenzen“ heißt es sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr. In diesem Wochenendmagazin der RIAS-Kurzwelle werden Musikwünsche und Grüße in alle Welt vermittelt, hinzu kommen Magazinbeiträge des RIAS-Programms aus der vorangegangenen Woche.

Wie populär dieser Kurzwellenservice ist, belegt die Hörerpost aus allen fünf Kontinenten.

Sogar hoch über den Wolken ist die RIAS-Kurzwelle bestens zu empfangen, das bestätigte ein Segelflieger dem Sendeleiter Alfhard Kowallek.

 

Nachtrag Juni 2012: Der historische RIAS-Röhren-Sender hat am 10.06.2012 endgültig den Sendebetrieb eingestellt. Dieser RIAS-Sender strahlte noch einige Jahre in Verantwortung des DLF mit kleiner Sendeleistung (ca. 18 KW) zuerst noch auf 6005 kHz, dann auf 6190 kHz aus. Eine Reparatur (Restaurierung) ist wohl nicht geplant. mehr.jpg


 

RIAS BERLIN reicht weit über Berlin hinaus

Acht Kilometer vom Funkhaus entfernt befindet sich die Sendestation Berlin-Britz. Von zwei hohen Sendemasten (160 m und 144 m hoch) strahlen dort zwei Mittelwellensender, ein UKW-Sender und ein Kurzwellensender das Programm von RIAS BERLIN aus. Die Aufgabe des Senders war von Anfang an die freie Information für die Menschen, die keine freien Medien hatten. Um die Empfangsqualität in Sachsen und Thüringen zu verbessern, wurde deshalb im Jahre 1949 eine weitere Sendestation in Hof/S. installiert. Von dort strahlt ein Mittelweltensender das Programm von RIAS BERLIN aus. Vom Bundespost-Standort Großer Waldstein bei Hof verbreiten zwei UKW-Sender das Programm von RIAS BERLIN. Seit Mitte 1992 strahlen Mittelwellensender in Schwerin und Hoyerswerda das Programm aus Berlin auch nach Mecklenburg-Vorpommern und nach Sachsen aus.

 

Zeittafel des RIAS

 

1946-1948 Drahtfunk- und Rundfunksendungen aus dem Fernmeldeamt in der Winterfeldtstraße
06.07.1948 Einzug in das heutige Funkhaus in der Kufsteiner Straße
01.11.1948 Sender Hof beginnt seinen Betrieb

20.07.1949

Erhöhung der Sendeleistung auf 100 kW und damit erhebliche Ausdehnung der Reichweite
01.10.1950 Beginn der Ausstrahlung auf UKW
01.11.1953 Einführung des 2. RIAS-Programms
30.09.1985 RIAS 2 erhält ein neues Profil als „junge Welle“
22.08.1988 RIAS-TV startet sein Programm auf Kanal 25
01.05.1992 Zusammenschluß von RIAS-TV und der Deutschen Welle. RIAS-TV sendet fortan als Deutsche Welle Auslandsfernsehen.
01.06.1992 RIAS 2 wird privatisiert und sendet auf gleicher Frequenz weiter als r.s.2.
25.06.1992 Beschluß der Ministerpräsidenten der Länder zum Nationalen Hörfunk.

 

Die Wellen des RIAS

 

Ultrakurzwelle Berlin, Stereo 89,6 MHz
Kabelempfang Berlin 97,40 MHz
Ultrakurzwelle Hof/Saale, Stereo 89,3 MHz und 91,2 MHz
Mittelwelle Berlin 855 kHz und 990 kHz
Mittelwelle Hof/Saale 684 kHz (8.00 bis 18.00 Uhr)
Mittelwelle Schwerin/M. 999 kHz
Mittelwelle Hoyerswerda 999 kHz
Kurzwelle Berlin 6005 kHz
DSR (Digitaler Satelliten-Rundfunk) Stereo Kanal 9
Satellitenempfang  
DFS-Kopernikus und TV-Sat  
Kabelempfang bundesweit  

 

 

EX / RST 06.12.2009 / 20.06.2012

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